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Nachhaltigkeit finanzieren – Fördermöglichkeiten kennen

Nachhaltiges Wirtschaften und Prozessinnovationen – für zukunftsorientierte Unternehmen zwei Seiten einer Medaille! Doch wie finanzieren und  welche Fördermöglichkeiten gibt es? Mehr als 80 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der niedersächsischen Ernährungswirtschaft diskutierten darüber in Hannover.

Nachhaltig wirtschaften ist das eine – das Unternehmen auf eine nachhaltige Produktion ausrichten das andere. Denn bevor Nachhaltigkeit sich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken kann, muss erstmal in nachhaltige Prozesse investiert werden. Hier setzte die Tagung „Erfolgreich wirtschaften & wachsen – Fördermöglichkeiten von Innovation und Nachhaltigkeit für die niedersächsische Ernährungswirtschaft“ an, die von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V. gemeinsam mit der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (NBank) am Mittwoch (27.02.) in Hannover organisiert wurde.

 „Nachhaltigkeit hat sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt, auch in der Land- und Ernährungswirtschaft“, sagte Prof. Dr. Ludwig Theuvsen vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag eröffnete. Eine erhebliche Dynamik gehe von den marktmächtigen Akteuren auf der Handelsstufe aus, so der Agrarökonom. Die Marktführer auf der Handelsstufe könnten es sich nicht erlauben, gesellschaftliche Anforderungen zu ignorieren. Dies habe direkte Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle auf der Herstellerseite. Theuvsens Fazit: „Nachhaltigkeit bietet Wachstumschancen im deutschen Lebensmittelmarkt“.

Was nachhaltige Unternehmensführung im Unternehmen konkret bedeutet, welche Instrumente es gibt, welche Bereiche betroffen sind und wie Erfolge gemessen werden können, erläuterte die Nachhaltigkeitsberaterin Anja Blankenburg. Auch sie resümierte aus langjähriger Beratungserfahrung: Der Zusammenhang  zwischen „Innovation als Motor für Nachhaltigkeit“ und umgekehrt biete enorme Chancen für unternehmerisches Wachstum.

Joachim Weigelt von der NBank und Michael Capota von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH stellten anschließend die Beratungs- und Förderangebote im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit ihrer Institutionen vor. Die Themen reichen dabei von der Material- und Energieeffizienz bis zu Qualifizierung und Vernetzung. Wie das in der Praxis funktioniert schilderten die Unternehmer Volker Krause von der Bohlsener Mühle, Ekkehard Heilemann von Müllers Hausmacher Wurstwaren und Amos Ramsauer von der Viva OrganicGmbH. Alle drei stellten den Förderinstituten grundsätzlich gute Zeugnisse aus, kritisierten jedoch teilweise zu umständliche Verfahrenswege und die teilweise ungenügende Abstimmung der Informationen auf die Vielzahl der von den Vorhaben berührten Fachbereiche.

Die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. ist operativer Partner der Informations-, Wissens- und Diskussionsplattform INANi für Unternehmen und Organisationen des Agribusiness. Weitere Informationen für die Branche rund um das Thema Nachhaltigkeit gibt es auf der Website www.nachhaltigkeit-niedersachsen.de.

Bild: Unter der Moderation von Nachhaltigkeitsberaterin Anja Blankenburg schilderten (von links) Amos Ramsauer, Volker Krause und Ekkehard Heilemann ihre Erfahrungen der Beratungs- und Förderangebote im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit. © Marketinggesellschaft

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