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Umgang mit der Ressource Wissen: „Die Zeit drängt“

Wie gehen Unternehmen mit der Ressource Wissen um und welche Bedeutung hat Wissen und Wissensmanagement, wenn es darum geht, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben? Darum drehte sich eine Tagung mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die im Dezember 2018 von einer Kooperation der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V., des  NieKE (Landesinitiative Ernährungswirtschaft), des Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF), sowie des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems veranstaltet wurde.

Der Vorsitzende des AEF, Landwirtschaftsminister a. D. Uwe Bartels, eröffnete die Tagung, die im Unternehmen Miavit in Essen/Oldenburg stattfand. Bartels machte klar, wie wichtig das Thema gerade heute ist. Wissensmanagement, so Bartels, sei ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und eine Investition in die Zukunft. „Die Zeit drängt“, mahnte Bartels und nannte insbesondere den demografischen Wandel und den damit zusammenhängenden Fachkräftemangel, der insbesondere auch mittelständische Unternehmen bedroht.

Was Wissensmanagement ist und wie man Wissen im Unternehmen systematisch organisieren, analysieren und entwickeln kann, erläuterte anschließend Anja Gieske-Helmsen von der Marketinggesellschaft. „70% des vorhandenen Unternehmenswissens ist unstrukturiert und liegt brach“, so ihre Botschaft. Mit Hilfe einer sogenannten Wissensbilanz, die Unternehmensleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam umsetzen, könnten jedoch grundlegende Veränderungsprozesse in Unternehmen systematisch in Gang gebracht werden, empfahl sie. Wie das geht, machte Arno Schoppe, geschäftsführender Vorstand der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte eG, am Beispiel seines Unternehmens deutlich. Man habe durchweg positive Erfahrungen mit dem Instrument „Wissensbilanz“ gemacht und zahlreiche Prozesse verändert. „Aber Veränderungen erfordern Flexibilität, konstatierte Schoppe. Es funktioniere nur, wenn die Geschäftsführung hundertprozentig dahinter stehe.

Sehr anschaulich berichtete die Personalleiterin der Firma Grimme, Dr. Alexa Bee, über die Wissensprozesse ihres Unternehmens. So sei nicht nur entscheidend, was explizit an Wissen vorliege, sondern auch, wie das Wissen nach Weggang eines Arbeitnehmers im Unternehmen gehalten werde. Neben den Erfahrungen und den Instrumenten sei das Wollen der Arbeitnehmer und der Geschäftsführung von grundlegender und entscheidender Bedeutung.

In einem abschließenden Statement wies Harald Lesch vom Genossenschaftsverband Weser-Ems auf zahlreiche Aktivitäten im Bereich Wissensmanagement hin, die von den Unternehmen bereits in Angriff genommen wurden. Wie Bartels in seinem Grußwort zur Eröffnung, betonte auch Lesch die enorme strategische Bedeutung des Themas für den Agrar- und Ernährungsstandort Weser-Ems.

Foto: Referent*innen und Organisator*innen der Tagung: Harald Lesch, Anja Gieske-Helmsen, Dr. Alexa Bee, Dr. Christian Schmidt, Dennis Dochtermann, Uwe Bartels, Doris Schröder, Dr. Barbara Grabkowsky, Arno Schoppe (von links) Bild: Marketinggesellschaft

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Ihre Ansprechpartnerin

Anja Gieske-Helmsen
Wissensmanagement, Marketingberatung

Tel.: 0511 34879-65
Email: a.gieske(at)mg-niedersachsen.de