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Zukunftswerkstatt 2026:
Lust aufs Gründen machen

Die Zukunftswerkstatt der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft (MGN) setzte (am Mittwochabend) im Palais am Funkturm in Berlin starke Impulse für mehr Unternehmergeist und Innovationskraft entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Unter dem Leitgedanken „Welche Bedingungen braucht die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen, um Gründerdynamik und attraktives Innovationsklima zu schaffen?“ diskutierten führende Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wissenschaft und Praxis über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche.

Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig die Vernetzung von Forschung, Startups, politischen Entscheidungen und Betrieben ist. In der Keynote „Future Food zwischen Innovation, Impact & Irritation – Vom Wandel unserer Ernährung in guten und in schlechten Zeiten“ lenkte Daniel Anthes, Speaker und Autor aus Frankfurt/Main, den Blick auf aktuelle Trends sowie Herausforderungen und Chancen in der Ernährung der Zukunft und verband dabei Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Wandel und unternehmerische Verantwortung.

Im anschließenden Panel mit dem Titel „Bedeutung von Innovation und Entrepreneurship“ zeigten Peter Wesjohann, Vorsandvorsitzender PHW-Gruppe, Emily Bourgoin, REWE Group, Prof. Karin Schnitker (Hochschule Osnabrück) und Dr. Oleksii Parniakov, Co-Gründer von Frudist, L&P Foodtec GmbH, was die Chancen und Herausforderungen für junge Gründer und etablierte Unternehmen sowie Handel und Wissenschaft sind. Karin Schnitker, Dekanin und Gründungsbeauftragte der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, sagte: „Meiner Erfahrung nach gelingen kooperative Gründungen am besten.  Wir haben in Niedersachsen schon viele gute Instrumente, aber es ist wichtig, dass sich junge Leute ausprobieren dürfen und gut beraten werden.“

Oleksii Parniakov bezeichnete das Gründerklima in Niedersachsen als günstig, zeigte aber Schwierigkeiten bei nachfolgenden Phasen der Entwicklung des Unternehmens auf: „Wo bekommen wir Flächen für eine größere Produktion, wie können wir das finanzieren?“ Die Bürokratie erweise sich auch in diesem Bereich vielfach als Hemmnis. Familienunternehmer Peter Wesjohann sagte, dass sich auch ein et Betriebe ständig weiterentwickeln und am Markt orientieren müssten: „Wir haben unter anderem den großen Vorteil, dass wir auf bestehende Strukturen bei Logistik und Vertrieb zurückgreifen können.“ Der Handel funktioniere wie ein „Seismograph“, merkte Emily Bourgoin an und erläuterte, welche Instrumente es in im Rewe-Konzern zur Unterstützung junger Gründerinnen und Gründer und für die Platzierung neuer Produkte gibt.

In praxisnahen Kurzbeiträgen gab es Impulse von Florian Stöhr (Seedhouse Accelerator GmbH, Osnabrück), Sylke Herse (Landwirtin des Jahres, Bickbeernhof, Landesbergen) und Dr. Holger Hennies (Präsident Landvolk Niedersachsen). Die Veranstaltung wurde moderiert von Nina Parzych, Chefin vom Dienst und Hauptstadtkorrespondentin bei AGRA Europe. Parzych führte durch die Diskussionen und Interviews und sorgte für einen lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmenden.

Ministerpräsident Lies sagte, er wolle noch mehr „Lust aufs Gründen“ in Niedersachsen machen, und Ministerin Staudte wolle weiter dafür sorgen, die bereits bestehenden Stärken im Agrarland Nr. 1 noch besser zu bündeln. MGN-Vorsitzender Berges die zentralen Erkenntnisse der Zukunftswerkstatt zusammen und unterstrichen die Bedeutung von Innovationskraft, nachhaltigen Wertschöpfungsketten und Unternehmergeist für die Zukunft des Agribusiness.

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